hier sagt man
Danke ありがとう Arigatō und Bitteschön どうぞ Dōzo
Hallo こんにちは Konnichiwa und Tschüss じゃあね Jā ne

Zwischen dem neonfarbenen Puls von Tokyo und der zeitlosen Stille der Tempel in Kyoto lernen wir eine Welt kennen, die gegensätzlicher nicht sein könnte. Es ist die perfekte Symbiose aus futuristischer Perfektion und tief verwurzelter Tradition. In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf die Reise durch das Land der aufgehenden Sonne – von den besten Ramen-Bars bis zu den Momenten, in denen die Zeit kurz stillzustehen scheint.

Reisen bis der Arzt kommt

Eine Reise mit der DB ist in der heutigen Zeit mit Verspätung rundum verlässlich. Uns nerven die 120 Minuten, aber in der Ruhe liegt die Kraft, die Verspätung hatten wir zum Glück eingeplant. Den Checkin in Frankfurt finden wir sofort, jedoch ohne einen elektronischen Boardingpass müssen wir wie alle anderen in der langen Schlange anstehen. Der Chinese mag es gern geordnet in Papierform, ONE by ONE.

So sehen geschlauchte Urlauber aus: in der letzten Nacht zu Hause 6 Stunden Schlaf, 1 Stunde Autofahrt bis Kassel, 4 Stunden Zugfahrt bis Frankfurt, 10 Stunden Flug bis Shanghai, 4 Stunden Aufenthalt in Shanghai, 3 Stunden Flug bis Osaka und 1,5 Stunden Busfahrt bis Kyoto. Dabei waren gefühlte 20 Passkontrollen, 6 Schnitten im selbstgemachten Lunchpaket, 3 warme Mahlzeiten an Bord, 3 endlich gesehene Kinofilme, 2 trockene Nasen, vier dicke Füße und jede Menge umherreisende Menschen.

Eigentlich rufen die Hotelbetten, aber auf einer ersten abendlichen Erkundungstour durch unseren Kietz in Kyoto zeigt uns unsere Reiseleiterin Sandy ihre Lieblings-Ramen-Bar. Wir probieren und finden unser erstes Gericht in einem noch sehr fremden Land einfach köstlich.

Kyoto, Japans kulturelle Mitte

Kyoto hat eine jahrhundertalte Geschichte und war von 784 bis 1868 Sitz des japanischen kaiserlichen Hofes. Erst als der Tenno Meiji das Feudalsystem abschaffte, ließ er die Hauptstadt nach Tokyo verlegen. Kyoto zog die besten Architekten, Künstler, Köche und Schriftsteller Japans an und blieb die kulturelle Eminenz des Landes. Neben dem Kaiserpalast findet man weitere 2000 Tempel und Schreine in der Stadt. Wir erkunden zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln einige Viertel. Wir lernen das japanische Verkehrssystem kennen, das zu den effizientesten, saubersten und pünktlichsten der Welt zählt. Für Touristen sind aufladbare IC-Karten und der Japan Rail Pass eine bequeme und günstige Art zu reisen.

Wir machen uns auf in den Süden von Kyoto und sehen den Fushimi Inari Schrein mit seinen tausenden scharlachroten Toren, ein Hotspot für die meisten Touristen. Der Schrein wurde 794 vom Kaiser, der Kyoto damals zur neuen Hauptstadt ernannte, gegründet. Wir starten am Romon-Tor und laufen durch einen Tunnel von Toren bergauf. Die Tore wurden von Privatpersonen und Firmen gespendet, deren Namen man auf der Rückseite eines jeden Tores findet. Etwa auf halber Höhe erreichen wir die Yotsutsuji-Aussichtsebene und haben einen weiten Blick über Kyoto. Um den ganzen Inari-Berg zu besteigen, benötigt man 2-3 Stunden, die wir leider nicht haben und deshalb wieder abwärts laufen.

Weiter führt uns der Weg in den Stadtbezirk Higashiyama, wo wir den buddhistischen Tempel Sanjusangendo als längstes Holzgebäude Japans kennenlernen. Die Halle besteht aus 33 Nischen und in ihr wird die “Tausendarmige Kannon” verehrt. Die Statue gehört zu den Nationalschätzen Japans. Auf beiden Seiten der Kannon stehen insgesamt 1001 lebensgroße Statuen, die aus japanischer Zypresse gearbeitet und vollkommen vergoldet sind. Vor ihnen sind 28 unterschiedliche Wächterfiguren aufgestellt. Leider dürfen wir dort nicht fotografieren. Im Hof befindet sich ein kleiner Garten, in dem wir einen Hauch von Kirschblüte entdecken.

Zurück im Zentrum der Stadt nehmen wir an einer traditionellen Teezeremonie teil, die eine strenge Abfolge von Regeln fordert. Es gibt vier Grundprinzipien, die im 16. Jahrhundert geprägt wurden. Sie bedeuten Harmonie (Wa), Respekt/Wertschätzung (Kei), Reinheit (Sei) und Ruhe (Jaku) und zielen darauf ab, durch Achtsamkeit und meditative Ruhe eine tiefe Verbindung zwischen Gastgeber, seinen Gästen und der Natur zu schaffen. Uns wird ein Matcha-Tee zubereitet und gereicht, den auf Grund des herben Geschmacks nicht alle unbedingt mögen.

Vor dem Abendessen nutzen wir die Zeit und erkunden den Skyway im Hauptbahnhof der Stadt und erreichen gerade rechtzeitig den Sonnenuntergang.

Den Abend beenden wir mit einem Dinner in einem landestypischen Izakaya-Restaurant. Nach Lust und Laune können wir japanische Köstlichkeiten probieren, die in kleinen Portionen gereicht werden. Danach sind wir platt und lassen im Hotel erstmal das Erlebte sacken.

Takao, vom Großstadtdschungel in die Natur

Ohayõ gozaimasu heißt Guten Morgen und wir starten mit einer einstündigen Busfahrt in die Bergregion Takao. Unsere vierstündige Wanderung führt über uralte Steintreppen zum Tempel Jingo-Ji.

Im gestrigen Tempel Sanjusangendo habe ich mir ein spezielles Stempelbuch, ein Goshuin-cho gekauft. Hiermit kann ich als persönliches Andenken handgeschriebene Kalligraphien (Name des Ortes, Datum, Mantras) und rote Siegel (Goshuin) aus japanischen Tempeln und Schreinen sammeln. Im Tempel Jingo-Ji wird bereits meine zweite Seite gestaltet und ich darf den Mönch dabei fotografieren.

Bevor unsere Wanderung weitergeht, werfen wir mit dem Kawarakenage Ritual Unglück, Sorgen und schlechtes Karma ins Tal. Da kann ja wirklich nichts mehr schiefgehen.

Unsere Tour wird als leicht bis mittelschwer eingestuft. Das möchte ich erst am Ende unserer Japanreise bestätigen, gerade bin ich noch nicht bereit. Aber die Anstrengung lohnt sich, wir sind nur mit uns und jetzt auch gutem Karma unterwegs, keine Menschenseele weit und breit.

Wir haben inzwischen wieder unsere 20000 Schrittmarke erreicht und sind schon sehr gespannt auf den Bambus-Hain in Kyotos Vorort Arashiyama. Angekommen macht dieser Hotspot echt schlechte Laune, Menschen aus aller Welt rennen zu Tausenden durch den 500 Meter dichten Wald, der zu den 100 Klanglandschaften Japans zählt. Vom Rascheln im Wind können wir logischerweise bei den Menschenmassen nichts hören.

Am Ende haben wir trotzdem großes Glück, wir lernen den Landschaftsgarten beim Tenryuji-Tempel kennen. Der Tempel gehört zum Weltkulturerbe und zu den 5 bedeutendsten Zen-Tempeln in Kyoto.

Der Garten existiert seit dem 14. Jahrhundert und wurde vom Zen-Meister Musõ Soseki entworfen. Soseki gilt als Begründer der japanischen Teezeremonie. Die vielen Blüten erschlagen mich, denn eine ist schöner als die andere und ich kann mich nicht entscheiden, hier irgendein Foto zu streichen. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Miriam, ich versuche deine professionellen Tipps beim Fotografieren anzuwenden, um damit mein Objekt bestmöglich in Szene zu setzen. Ich übe, übe und übe.

Der Tag neigt sich dem Ende, wir schlabbern noch ein Eis, in meinem ist Matchapulver verarbeitet. Der feinherbe Geschmack vom Pulver vermischt sich mit dem Zucker und lässt einen bittersüßen Geschmack entstehen. Mit den Katzen, die innen hohl sind, lässt sich das Eis gut löffeln und am Ende werden sie natürlich auch vernascht.

Nara, erste kaiserliche Hauptstadt

Ohayõ gozaimasu, wir frühstücken ausgiebig und haben auch hier eine breite Auswahl an Köstlichkeiten. Sehr lecker sind die chinesischen Dumplings (Gyoza), im Bambusdampfkorb zubereitete Teigtaschen mit Fleischfüllung. Die deutschen Backwaren werden von vielen sicher vermisst, aber wir kommen bestens ohne aus und probieren alles. Nur so lernen wir das Land besser kennen und brauchen bei einigen Gerichten trotzdem etwas Mut.

Bevor es mit dem Tagesbericht weitergeht, beantworte ich noch ein paar eurer Fragen. Die Besucherzahlen in Japan boomen, 2025 haben 42,7 Millionen Touristen das Land besucht. 2026 kommt es nach vier Jahren erstmals zu einem Rückgang der Zahlen, da durch politische Spannungen in Bezug auf Taiwan ca. 60 % weniger Chinesen einreisen. Die Tagestemperatur liegt unerwarteterweise über 20 Grad. Das bedeutet, mehr als der halbe Koffer bleibt unbenutzt. Auf unserem Hotelflur haben wir gestern Waschmaschine und Trockner entdeckt und für 3,78 EUR war alles wieder frisch. Die Japaner waschen ihre Wäsche übrigens mit kaltem Wasser. Aber zurück zu unserer Tour, wir fahren heute eine Stunde mit der Bahn zum Nara Park und werden nicht von Sandy, sondern von Rami geführt. Auf dem Weg erklärt er uns noch einmal das sehr gut durchdachte Bahnsystem mit allen Bahnstrecken, Fahrkarten und Abfahrtsplänen.

Der Park ist nicht nur für seine Tempel und Schreine bekannt, es leben dort auch 1200 Sikahirsche. Sie laufen überall frei rum, sind sehr zutraulich und werden als Götterboten bezeichnet. Wenn man sich vor ihnen verbeugt, erwidern sie diese Geste, erwarten jedoch eine Gegenleistung, nämlich die vor Ort verkauften Hirschkekse. Ihr könnt euch sicher vorstellen, welche Mengen Kekse über den Tresen gehen, damit alle Selfies professionell gemacht werden können.

Man sieht viele Rentner arbeiten, da es ebenso an Fachkräften mangelt. Die meisten arbeiten aber aus finanzieller Not und auf Wunsch nach sozialer Teilhabe und Gesundheit. Rami erzählt uns, dass sehr schnell Ausgrenzung stattfindet, wenn jemand Dinge hinterfragt oder kritisiert. Das bezieht sich auf die gesamte Bevölkerung. Kritik an Autoritäten stört die soziale Harmonie und gilt als unhöflich. Zum Beispiel werden unbezahlte Überstunden als unabänderlich akzeptiert. Japan weist eine der höchsten Suizidraten auf, sie liegt 60 % über dem weltweiten Durchschnitt.

Nara ist die erste Hauptstadt Japans und wir sind auf dem Weg zum geschichtsträchtigen Todaj-ji, einem buddhistischen Tempel, der lange als das weltweit größte rein aus Holz gebaute Gebäude galt. Zuerst passieren wir das beeindruckende Eingangstor von 1199, links und rechts stehen im Tor 8,5 Meter hohe Wächterfiguren. Wir erreichen die Haupthalle, die einen 15 Meter hohen aus Bronze gegossenen Buddha beherbergt. Er ist 452 Tonnen schwer und misst mit seinem Sockel 18 Meter. Der Tempel wurde 745 erbaut und die Buddhafigur 751 fertiggestellt. Der gesamte Bereich des Todaj-ji gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Anschluss setzen wir unsere Tour fort zum Kasuga-Teisha-Schrein, einem Shintõschrein und auch UNESCO-Weltkulturerbe. Diese uralte Kulturstätte soll 768 vom mächtigen Fujiwara-Klan gegründet worden sein. Die große Besonderheit sind jedoch die tausenden Steinlaternen auf dem Weg zum Schrein. Im Februar und August eines Jahres werden bei Einbruch der Dunkelheit alle 3000 Laternen während der Mantõrõ-Zeremonie angezündet. Ich erhalte in diesem Schrein den 4. Eintrag in meinem Stempelbuch.

Vor der Rückkehr nach Kyoto schlendern wir durch die Higashimuki Shopping Street auf der Suche nach einem kleinen Snack oder einem Kaffee. Der Zufall will es und wir landen bei Starbucks Sarusawa Pond. Abgelegen vom angrenzenden Touristentrubel sitzen wir draußen und erholen uns mit Caramel Macchiato und Strawberry Frappuccino von den heutigen 20000 Schritten.

Wir verbringen heute die letzte Nacht in Kyoto, unser Gepäck befindet sich bereits an der Rezeption zum Transport nach Nagasaki. Dort treffen wir aber erst übermorgen ein. Wir packen unsere Rucksäcke für den Aufenthalt in einem Kloster, eine logistische Herausforderung, ich packe meinen Koffer… Leider erwische ich immer nur die untergehende Sonne und werde damit dem Land der aufgehenden Sonne gar nicht gerecht.

Koyasan, leben wie die Mönche

Unsere Reiseleiterin Sandy fällt krankheitsbedingt mit fehlender Stimme aus.  Julia übernimmt ohne Tourkenntnis das Ruder. Heute sind wir mit Regionalbahnen und Bussen unterwegs. Eine Standseilbahn bringt uns auf den Berg Koysan, ein heiliger Bergkomplex in der Präfektur Wakayama. Ein wenig erinnert das Fahren in der Gruppe mit Pausen und Verpflegung an Klassenfahrt. Wir halten uns diszipliniert an alle Regeln und machen unsere Reiseführerin rundum zufrieden.

In Koyasan suchen wir den Tempel, der für unsere Übernachtung gebucht wurde. Die Mönche dort vermitteln, dass sich unsere Unterbringung geändert hat. Ein wenig Unmut macht sich in der Gruppe breit und mit gemischten Gefühlen setzen wir unsere Suche fort. Yochi-in, ein Shingon-Buddhistischer Shukubo, überwältigt uns und ist alles andere als eine komfortlose Unterkunft. Heute ein Gästehaus mit 26 Betten beherbergte der Tempel früher Pilger auf dem Weg zu heiligen Stätten.

Das zweite Zimmer von links gehört uns. Der Fußboden ist mit Tatamimatten ausgelegt und wir schlafen auf Futon. Das Zimmer ist gut temperiert, wir müssen die Nacht zum Glück nicht frieren. Wir richten uns ein und sind sehr gespannt auf das gemeinsame Abendessen.

Das Abendessen ist ein Gaumenschmaus und wir bekommen von einem schwedischen Mönch jede einzelne vegane Köstlichkeit erklärt. Dabei waren eine Suppe mit Buchweizennudeln, frittiertes Gemüse, eingelegter Rettich, Reis, süße schwarze Bohnen, süß eingelegter Tofu, Orangengelee und den Rest habe ich schon wieder vergessen.

Das Highlight an diesem Abend ist unser Bad in dem Tempel befindlichen Sentõ. Vor dem eigentlichen Bad gehört die gründliche Reinigung. Hierfür stehen kleine Hocker vor einer Dusche mit kaltem und warmem Wasser. Man erwartet, dass wir uns hier gründlich einseifen und abspülen, bevor wir ins Becken steigen. Die Wassertemperatur liegt mindestens bei 40 Grad. Die strikte Trennung von Männern und Frauen, die Duschregeln vor dem Bad und das Verbot von Tattoos sind dabei unbedingt zu beachten.

Morgenmeditation im Shingon-Buddhismus

Die Einladung zur morgendlichen Meditation nehmen wir alle an und wissen vorher nicht, dass wir die Mönche nicht nur beobachten. Wir werden in die Zeremonie mit eingebunden. Die Meditation beinhaltet Sutra-Rezitationen, Mantras und das Verbrennen von Weihrauch, um den Tag zu beginnen. Die Mönche bitten uns, nach dem Verbrennen des Weihrauchs mit in das Herzsutra einzustimmen. Nach diesem spirituellem Erlebnis und einem gemeinsamen Frühstück führt uns die Reise weiter nach Nagasaki.

Mit dem Shinkansen nach Nagasaki

Der Shinkansen zählt zu den schnellsten Zügen der Welt. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt wohl bei 320 km/h, jedoch zeichnet er sich mehr durch seine durchgehend hohe Geschwindigkeit von 206 km/h aus. Dazu sind die Züge relativ leise und bieten innen einen sauberen bequemen Komfort. Im Abteil fühlt man sich fast wie im Flugzeug, die Beinfreiheit ist aber merklich größer. Die Sitze werden je nach Fahrtrichtung vom Personal gedreht, demnach muss keiner rückwärts fahren.

Wir sind gut versorgt mit einer oft gekauften japanischen Fertigbox, bekannt als Bento. Frische Mahlzeiten zum Mitnehmen, die Reis, Gemüse, Fisch oder Fleisch enthalten. Man kann sie im Konbini (Kleinstsupermarkt) an jeder Ecke 24/7 kaufen.

Nagasaki, Japans Geschichte hautnah

Am heutigen Morgen besichtigen wir das Museum Djima. Die fächerförmige Insel wurde 1636 künstlich angelegt. Mit der Insel wollte man portugiesische Händler daran hindern, den christlichen Glauben zu verbreiten. Nach der Vertreibung der Portugiesen wurde 1641 der holländische Handelsposten hierhin verlegt. Die Niederländer handelten hauptsächlich mit chinesischer Seide, Baumwolle, Medizin, Zucker, Hirschfellen, Haifischhaut, Büchern und wissenschaftlichen Instrumenten im Tausch gegen japanisches Kupfer, Silber, Kampfer, Porzellan, Lackwaren und Reis. Das Leben auf der Insel war beengt, die Niederländer wurden von den Japanern streng überwacht und durften die Insel ohne Erlaubnis und Aufsicht nicht verlassen.

Als nächstes erreichen wir Chinatown, das das älteste Japans ist. Die Siedlung entstand im 17. Jahrhundert für chinesische Händler, die als einzige neben den Niederländern mit Japan Handel betreiben durften. Wir sind recht früh hier und genießen die morgendliche Leere. In einem Laden probieren wir mit Sandy einen Bubble Tea mit Tapioka-Perlen und wählen Matcha, Mango und Schoko als Geschmacksrichtung. Das Getränk ist ein riesiger Trend, der sich von einer Modeerscheinung zu einem festen Bestandteil der Café-Kultur entwickelt  hat. Dabei legt der Japaner großen Wert auf die Qualität der Tapioka-Perlen.

Wir nehmen die Straßenbahn zum Glover Garden. Die Trams sind ein charmantes und praktisches Verkehrsmittel in Japan. Bezahlen können wir mit der IC-Card und in Nagasaki verbinden 4 Linien wichtige historische Sehenswürdigkeiten.

Das Freilichtmuseum liegt am Berghang von Minamiyamate. Hier ließen sich 1859 ausländische westliche Kaufleute und Diplomaten für den internationalen Handel nieder. Der Garten symbolisiert die rasche Modernisierung Japans während der Meiji-Zeit und wurde nach dem wichtigen schottischen Kaufmann Thomas Blake Glover benannt. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der industriellen Entwicklung Japans.

Neben dem Blick über den Hafen von Nagasaki bewundern wir die Anlage des Gartens und erfahren von der Legende, dass dies hier der Schauplatz für Puccinis Oper Madama Butterfly gewesen sein soll.

Der Nagasaki Minamiyamate Pudding wurde 2024 mit dem Tripadvisor Travelers’ Choice Award ausgezeichnet. Der Laden ist für seine gute Auswahl lokaler frischer Zutaten bekannt. Für unseren kleinen leckeren Salt-Caramel-Pudding zahlen wir zusammen 900 Yen, umgerechnet 4,93 EUR.

Nach einer Mittagspause im Hafen geht es weiter mit der Straßenbahn zum Atombombenmuseum und dem angrenzenden Friedenspark. Die Atombombenabwürfe in Nagasaki und Hiroshima sind Symbol für die Schrecken eines Krieges, der Auswirkungen auf mehrere Generationen hat. Nur noch wenige Zeitzeugen sind am Leben und irgendwann wird aus einer emotionalen Erinnerungskultur eine abstrakte Geschichtskultur. Dieser Übergang stellt das Gedenken hier und auch in anderen Ländern vor neue Herausforderungen.

Im Museum und auch außerhalb finden wir zahlreich gefaltete Kraniche, sie haben eine besondere Geschichte. Das überlebende Mädchen Sadako Sasaki erkrankte 10 Jahre nach der Katastrophe auf Grund der Strahlenbelastung an Leukämie. Sie glaubte an die Tradition, dass sich nach dem Falten von 1000 Kranichen ein Wunsch erfüllt und hoffte auf Heilung. Nach der weltweiten Verbreitung ihrer Geschichte wurde der Origami-Kranich zum Symbol der Friedensbewegung und des Widerstands gegen Atomkrieg.

Zum Abschluss unserer heutigen Tour laufen wir durch den Friedenspark, der 1955 als Mahnmal errichtet wurde. Dort sind verschiedene Skulpturen zu entdecken, am meisten beeindruckt uns das 10 Meter hoher Monument. Sein rechter Arm weist in den Himmel auf die Bedrohung durch Atomwaffen und sein linker ausgestreckter Arm auf den Wunsch nach Frieden. Seine geschlossenen Augen zeigen das stille Gedenken an die Opfer.

Thomas und ich sind abends wieder am Hafen, denn der Sonnenuntergang ist für uns immer ein schöner Abschluss des Tages. Die Gedanken lassen sich hier noch einmal sammeln und wir tauschen uns über das Erlebte aus. Das Eintauchen in eine fremde Kultur vertieft oder verändert unseren Blick auf die Welt und auf uns selbst.

Kumamoto, zu deutsch kreisfreie Stadt

Nach 2,5 Zugstunden erreichen wir unser neues Ziel. Kumamoto hat über 700.000 Einwohner und liegt an der Westküste der südlichsten Hauptinsel Japans, Kyūshū. Auf Grund eines aktiven Vulkans wird die Präfektur Kumamoto auch das “Land des Feuers” genannt.

Nach unserer Ankunft im Hotel erkunden wir im Anschluss die zahlreich überdachten Einkaufsstraßen, um Mittag zu essen oder einen leckeren Kaffee zu genießen. In einigen Läden ist der Lärm von Werbung so wild durcheinander und laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Unseren Cappuccino finden wir dennoch in einem süßen kleinen Café mit sehr nettem Service. Arigato Gozaimazu – vielen Dank

Unsere Schirme bleiben diesmal nicht im Gepäck, aber wir können ja sonst über das Wetter nicht meckern. Wir stehen vor dem Torii des Landschftsgartens Suizenji, der ursprünglich als Teegarten angelegt wurde.

Der Garten ist ein Spaziergarten, der um einen Teich führt. Zwei Steintreppen sollen aus der Meiji-Ära stammen. Man benötigt nicht viel Fantasie, um sich die Schönheit des Arials ohne Regen vorzustellen. An einem Schrein hole ich mir erneut einen Stempel für mein Goshuin-cho.

Am Abend sind wir mutig, suchen uns allein ein Restaurant und wählen die Speise, die die meisten auf ihrem Teller haben. Wir essen Takoyaki, kleine runde Teigbällchen, außen knusprig und innen gefüllt mit Oktupus. Auf der Sauce bewegt sich was und erst später erfahren wir mehr über Bonitoflocken, die bei Wärme in Bewegung geraten.

Heute gehen wir getrennte Wege

Morgens ist das Frühstück wieder grandios und ich bin fast allein im Restaurant, denn ich lege einen Sabbattag ein. Die Gruppe ist ohne mich unterwegs zum Asu-Kuju-Nationalpark, um den Krater Nakadake zu besteigen. Ich schlafe etwas länger und arbeite intensiver am Reiseblog, um nicht alle Informationen vom Erlebten zu vergessen.

Das Maskottchen von Kumamoto ist der schwarze Bär Kumamon. Sein schwarzes Erscheinungsbild hat er von der Burg Kumamoto und Kuma bedeutet Bär. 2010 kam er bei der Eröffnung der Kyūshū-Shinkansenstrecke erstmalig zum Einsatz. 2013 hat die deutsche Firma Steiff den Kumamon-Teddy herausgebracht, die erste Teddybär-Serie von 1500 Stück war nach wenigen Stunden vergriffen.

Nachmittags umrunde ich die Burg von Kumamoto. Sie zählt zu den drei wichtigsten Burgen des Landes und wird auch Ginkgonuss-Burg genannt, da der Legende nach Katō Kiyomasa beim Bau der Burg eigenhändig einen Ginkgobaum gepflanzt haben soll. Der Baum ist 400 Jahre alt und trägt trotz der vielen Brände in der Vergangenheit wieder Früchte.

Unsere Reisegruppe kann leider auf Grund von Warnstufe Zwei den Kraterrand des aktiven Vulkans nicht erklimmen. Das Panorama und die Dimension der Landschaft innerhalb des Nationalparks lohnen sich trotzdem. Auf die niedrigen Temperaturen war die Gruppe jedoch nicht vorbereitet.

Am Bahnhof von Aso steht eine Anziehungspunkt für Manga-Fans, eine Bronzestatue von Usopp, dem Scharfschützen der Strohhut-Piratenbande in der international erfolgreichen Mangaserie One Piece.

Okayama, wir wechseln die Inseln

Japan besteht aus vier Hauptinseln: Kyūshū, Shikoku, Honshū und Hokkaidō. Unsere Reiseetappen befinden sich auf Kyūshū und Honshū. Manche Entfernungen spüren wir gar nicht, denn mit dem Shinkansen ist jedes Ziel greifbar nah. Interessant wäre die Summe unserer zurückgelegten Kilometer, aber das hat Zeit bis nach der Reise. Unsere Tagesfahrt beginnt mit dem Taxi in Kumamoto, geht weiter mit dem Shinkansen nach Hiroshima und endet mit der Fährüberfahrt zur Insel Miyajima.

Schon von der Fähre aus sehen wir das berühmte Torii vor dem Itsukushima-Schrein. Abhängig von Ebbe und Flut steht das Torii mal Im Trockenen und mal im Nassen. Das Wasser geht langsam zurück, aber wir können das Torii noch darin sehen, so dass es zu schwimmen scheint. Eingerahmt in Kirschblüten ergibt dies ein besonders schönes Panorama.

Die Omotesando Shopping Street führt vom Fähranleger direkt zum Itsukushima Schrein. Die Streetfoodstände sind bekannt für ihre frischen Austern und den ahornblattförmigen Kuchen Momiji Manju. Wir probieren Kare Pan und Kinako Mochi Donuts. Kare Pan ist ein japanisches Gericht, bestehend aus japanischem Curry, das in Teig gewickelt, paniert und frittiert wird.

EIn paar Stufen laufen wir hoch zum Dajshõ-in Tempel und kommen an ganz vielen Jizō-Statuen vorbei. Als Schutzpatron begleiten sie alle Reisenden, auch die, die auf dem Weg ins Jenseits sind. Dazu ist Jizõ traditionell der Schutzgott aller verstorbenen Kinder. Mytholgisch gesehen verbleiben sie ohne seine Hilfe mit dem Tod in einer Art Zwischenwelt.

Zurück fahren wir wieder über Hiroshima nach Okayama. Sandy macht sich die Mühe und nimmt uns mit in ein Yakiniku Restaurant, in dem wir unsere Speisen am Tisch selbst grillen. So viele Fragen zur Auswahl und zur Bestellung machen den Restaurantbesuch zu einer grenzwertigen Herausforderung. Wir bewundern Sandys Geduld, sie beantwortet unsere Fragen in aller Seelenruhe.

Takayama, Ankunft in den Japanischen Alpen

Bevor wir die Reise nach Takayama antreten, lohnt sich ein Morgenspaziergang im Korakuen. Der Garten wurde von einem ehemaligen Landesfürsten zur Entspannung angelegt und später für die Allgemeinheit geöffnet. Die rund 14 Hektar große Anlage umfasst eine Teeplantage, ein Vogelhaus, mehrere Teiche sowie originelle Teehäuser und Ruhegebäude. Das ganze Jahr zeigt sich der Garten voller Farben und Düfte. Für diese Beschreibung fehlt uns an diesem Tag besonders die Sonne.

Mit dem Shinkansen reisen wir wie immer wohlbehalten und schnell durch die Zeit. Rasch kaufen wir uns beim Umsteigen Bento im Konbini, jetzt können die Alpen kommen. Wir erleben in kurzer Zeit Japans beeindruckende Vielfalt. Da wird mir beim Schreiben und Lesen manchmal ganz schwindelig, dem einen oder anderen Mitreisenden/Mitlesenden vielleicht auch.

Das Tabino Hotel überrascht uns mit seinem Onsen, einem typisch japanischen Thermalbad. Wir baden draußen im heißen Quellwasser, jetzt einfach abschalten und entspannen. Da ganz Japan in vulkanisch aktivem Gebiet liegt, finden sich Onsen nahezu überall im Land.

Frisch ausgeruht besuchen wir den Miyagawa Morgenmarkt und im Anschluss das historische Takayama. Wir gönnen uns ein paar willkommene Naschereien, eine kleine Sake-Verkostung ist mit dabei. Der japanische Reiswein wird aus kleinen Keramikbechern getrunken, da sagen wir doch mal Kampai 乾杯 Prost.

Shirakawago, Begegnungen mit dem alten Japan

Shirakawago ist das größte Dorf in Japan mit Häusern im Gassho-Zukuri-Stil. Gassho-Zukuri heißt übersetzt wie zum Gebet gefaltete Hände und dementsprechend sehen die Dächer aus. Die Häuser sind ohne einen einzigen Nagel gebaut, ineinander greifende Balken geben den Häusern Stabilität.

Zu Gast sind wir in einer Minshuku, einer typisch japanischen Familienpension. Gäste werden fast wie Familienmitglieder betrachtet. Wir finden neben den Futonbetten unseren Yukata (leichter Baumwollkimono), in den wir zum Abendbrot schlüpfen.

In Japan ist das Essen nicht nur Mittel zum Zweck, sondern der direkteste Weg, die Kultur und die Menschen wirklich zu verstehen. Die japanische Küche spiegelt Werte wie Saisonalität, Gastfreundschaft und handwerkliche Präzision wider. Unsere Gastgeber servieren uns in ihrem tollen Menü Hida-Rindfleisch, das für seine intensive Marmorierung, zarte Textur und den schmelzenden, aromatischen Geschmack bekannt ist.

Jigokudani Affenpark in Yamanouchi

Seit Takayama touren wir mit einem Charterbus. Jeder ist froh, den Koffer nicht mehr abzugeben und seine sieben Sachen dabei zu haben.

Wir steuern den Jigokudani Affenpark an, in dem 300 Makaken (Schneeaffen) leben. Dieser Lebensraum wurde geschaffen, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, wilde Japanmakaken in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, ohne dass die Tiere in Käfigen eingesperrt sind.

Durch die Fütterung vor Ort sollen die Affen davon abgehalten werden, benachbarte Landschaftsflächen zu plündern. Im Winter baden die Tiere oft in den heißen Quellen des Gebietes.

Pilgertempel Zenkō-ji in Nagano

Der Zenkō-jiTempel ist einer der wichtigsten Tempel Japans aus dem 7. Jahrhundert. Er beherbergt den ersten Buddha Japans, der nur alle 6 bis 7 Jahre gezeigt wird. Die sechs Jizo-Statuen am Eingang symbolisieren die Rettung der Seelen in den sechs Dimensionen des Jenseits. 

Im Tempel berühren wir die Statue Binzuru, weil nach der Berührung unsere  Schmerzen geheilt werden sollen. Danach begeben wir uns in einen stockfinsterer Gang unter dem Hauptaltar. Blindes Vertrauen und spirituelle Führung sind nötig für den schwierigen Weg bis zur Erleuchtung. Das Finden des Metallgriffs an der rechten Wand soll eine glückliche Wiedergeburt garantieren. Wer hat ihn gefunden?

Kleine Mädchen im Kimono unter Kirschblüten sind ein ikonisches Bild japanischer Frühlingstradition, das Schönheit und Neubeginn symbolisiert.

Matsumoto und Kawaguchiko

Wir befinden uns noch in der Präfektur Nagano, die übrigens 1998 durch die Olympischen und Paralympischen Winterspiele bekannt wurde. Sandy führt uns heute zur Burg Matsumoto. Der Ort wird als Tor zu den nördlichen Japanischen Alpen gesehen.

Die Burg wird auf Grund ihrer schwarzen Farbe und der ausgebreiteten Flügel oft “Krähenburg” genannt. Sie diente in der Sengoku-Zeit als Festung und ist heute eine der wichtigsten Burgen Japans. Außergewöhnlich ist, dass sie nicht auf einem Berg errichtet wurde. Sie steht auf Holzpfählen und ist von einem Steinwall umgeben. Wir steigen über sehr steile Treppen bis nach ganz oben und blicken über Matsumoto bis zu den Alpen.

Unser Tag endet in Kawaguchiko. Bevor wir unser Hotel erreichen, besuchen wir das Fuji Weltkulturerbe Museum und stimmen uns auf den heiligen Berg ein. Am Hotel können wir uns nicht sattsehen, denn der Fuji zeigt sich für ein paar Minuten wolkenlos.

Fuji, heiliger Berg Japans

Wenn Engel reisen, das Wetter ist grandios. Fuji, Pagode und Kirschblüte sollen unsere Fotosammlung krönen. Leider stehen unzählige Menschen zu diesem Hotspot an und 110 min Wartezeit wollen für diesen Schnappschuss nicht investieren. Wir haben unseren Fuji in seiner ganzen Pracht und Stärke im Kasten, das ist das, was zählt.

Bevor das Ende unserer großen Reise naht, halten wir in Kamakura. Wir betreten das Gelände des Hasedera Tempels und können vom Berghang über die Bucht von Kamakura schauen. Zu Fuß erreichen wir danach die größte Attraktion des Ortes, den Daibutsu, was übersetzt “Großer Buddha” heißt.

Tokyo, Tradition trifft Moderne

Tokyo ist in Sichtweite, unser Bus bringt uns nach Akasaka, einem gehobenen Stadtteil von Japans Hauptstadt. Wir verabschieden uns von unserem Busfahrer und danken ihm für seine Fahrkunst. Schnell zum Checkin im Hotel, Sandy möchte mit uns den Sonnenuntergang im Odaiba Seaside Park schaffen. Wir haben einen wunderbaren Blick zur Rainbow Bridge und genießen die Abendstimmung.

Schrill, hip und historisch

Am Harry Potter Laden vorbei kommen wir zur Metrostation, die in Akasaya in einem kompletten Harry Potter Style gestaltet ist. Zu unserem nächsten Ziel bringt uns die Ginza Line.

Wir entdecken Shibuya und sind damit in der grüne Lunge Tokyos. Der Meiji Schrein ist von 100.000 gespendeten Bäumen umgeben und verbindet an dieser Stelle die Natur und das quirlige Treiben in der Großstadt. Hier werden Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken verehrt. Der Kaiser führte das Land 1868 aus der Isolation und machte Japan zu einer modernen imperialen Großmacht.

Kontrastreicher kann es nicht sein, wir landen in Harajuku. Das angesagte Viertel ist bekannt für seine schrille Mode und jede Menge Süßigkeiten.

Die Shibuya Crossing ist einer der beliebtesten Touristen-Hotspots, da bei einer Ampelphase in der Hauptverkehrszeit bis zu 3000 Personen gleichzeitig die Straßenkreuzung überqueren.

Thomas lost and found in Tokyo

Das Beste kommt immer am Schluss. Unterwegs im Herzen von Tokyo kann leicht jemand verlorengehen. Niemals hätte ich gedacht, dass dies Thomas sein wird. Sandy erklärt uns in einer Seitenstraße mehr zu einem bestimmten Viertel. Ich schaue einmal in die Runde, dann nochmal und ein letztes Mal, mein Mann fehlt. Der Schreck fährt mir in die Glieder. Wo suchen wir, wo habe ich ihn zuletzt gesehen? Tatsächlich funktioniert Telefonieren, Harald macht es möglich und Sandy sammelt Thomas wieder ein. Er war an einer Kreuzung abgelenkt und hatte uns aus den Augen verloren.

Im Stadtviertel Shinjuku an einem Vergnügungsviertel vorbei landen wir im Rathaus der Stadt und können in der 45. Etage kostenlos über die Dächer der Metropole schauen. Den Bahnhof von Shinjuku passieren täglich 3,5 Millionen Menschen, damit ist er der verkehrsreichste Knotenpunkt der Welt.

Mit einem von world insight gesponserten gemeinsamen Essen im Izakaya Restaurant Uotami lassen wir den Abend in unserem Viertel Akasaka entspannt ausklingen.

Asakusa und Ginza

Mit der Metro-Ginza-Line fahren wir bis zur Endstation und erreichen den Stadtteil Asakusa, in dem viele Menschen zum Sensō-ji Tempel strömen. Von der obersten Etage der Touristeninformation blicken wir auf das belebte Treiben zum Tempel.

Das Stadtteil Ginza unterscheidet sich mit seinen Luxus-Boutiquen und Restaurants von vielen anderen Vierteln. Edle Luxusgüter, unter anderem Schmuck, Porzellan, Handtaschen, Modeartikel, Technik sind für stolze Preise erhältlich.

Die Zeit im Regen nutzen wir in der traditionellen Bäckerei Kimuraya Sohonten, bekannt für die Erfindung des beliebten Anpan (Brot mit roter Bohnenpaste). Wir probieren ein Stück Kuchen mit Bohnenpaste und gönnen uns dazu einen leckeren Cappuccino.

Arigatō Gozaimashita, vielen Dank

In 18 Tagen sahen wir 18 Orte, fuhren über 3.500 Kilometer, liefen wohl mehr als 250.000 Schritte, bezogen 9 Unterkünfte, waren 14 Reisende, hatten 1.000 Fragen und 1 fantastische Reiseleiterin mit unendlich viel Geduld. Sandy, hab großen Dank für deine Geschichten, deine Erklärungen, deine Musik, deine Führung, dein Engagement, deine Geduld und deine Liebe zu Japan.

38 Gedanken zu „Japan – Tempel und Neonlicht

  1. Was für eine wunderbare Reise auf der Entdeckung einer Kultur, die sich sehr von unserer unterscheidet und die auch ein bisschen mysteriös ist. Alleine die Bilder lassen einen grandiosen Eindruck, selber zu erleben muss noch intensiver sein. Schön, dass ihr diese Abenteuer mit uns geteilt habt. Liebe Grüße und eine dicke Umarmung.

    1. Eure Worte treffen den richtigen Nerv. Wir landen gerade in Frankfurt und blicken wehmütig zurück. Aber unsere folgenden Gespräche werden unsere Erinnerungen lebendig halten und dieses Abenteuer unvergesslich machen. Eine liebe dicke Umarmung zurück.

  2. Liebe Simone, im ICE auf dem restlichen Weg nach Hause von unserer gemeinsamen Reise habe ich deinen Blog gelesen. Richtig toll die Erlebnisse nochmal auf diese Weise Revue passieren zu lassen und sehr kurzweilig geschrieben. Das hat richtig Spaß gemacht. Hut ab vor den ganzen Daten und Infos, die du mit reingepackt hast. Ganz liebe Grüße und einen behutsam Start ins Arbeitsleben.

    1. Liebe Ingrid, lieber Michael, die Reise mit euch und den anderen hat große Freude bereitet. Wir haben uns ganz auf japanische Art und Weise Respekt und Wertschätzung geschenkt. Dadurch waren unsere gemeinsamen Tage einerseits leicht und andererseits belebend. Wir wünschen euch einen guten Start in die neue Woche und alles Gute.

  3. Einfach nur wow. Was für eine beeindruckende Reise mit so vielen unterschiedlichen Eindrücken und Einblicken in ganz verschiedene Welten. Sicher unvergesslich für euch beide. Aber zum Glück habt ihr ja die echt tollen Fotos, die ihr und zum Glück auch wir immer wieder anschauen könnt. Danke!

    1. Vielen Dank für dein Feedback. Wir senden dir unbekannterweise ganz liebe Grüße aus Japan zurück.

  4. Hallo Simone und Thomas❣️Japan ist echt eine Reise wert, so viele Eindrücke muss man erstmal verarbeiten. Selbst als Leser hat man schon Probleme, das zu verarbeiten. Schön das wir es miterleben dürfen, wir werden bestimmt nicht dorthin kommen. So ihr beiden, genießt die letzten Tage eurer Reise. Passt gut auf euch auf. Ganz liebe Grüße❣️

    1. Danke für eure Gedanken, wir sind in zwei Tagen wieder in Deutschland und müssen in der alten Welt erst wieder ankommen.

    1. Wir freuen uns, dass du mit dabei bist. Du liegst richtig mit der Anstrengung, ich musste mich am meisten aus meiner Bequemlichkeit befreien. Das Erlebnis werden wir so schnell nicht vergessen.

  5. Hallo! Vielen Dank für die zahlreichen Eindrücke, an denen ihr uns teilhaben lasst. Unglaublich tolle Bilder und so viel zu entdecken, dass es für 5 Urlaubsreisen reichen würde! Euch noch ganz viel Spaß und den ein oder anderen ruhigen Moment als Verschnaufpause! Ich verfolge die Reise gespannt weiter.

    1. Hab lieben Dank Kevin für dein Dabeisein und deine netten Worte. Nun funktioniert wohl wieder die Verbindung zur Außenwelt. Zwischendurch gab es technische Probleme, aber Aufgeben war keine Option.

  6. Hallo ihr Urlauber, es ist so toll alles von hier aus mit zu erleben! Ich hoffe ihr genießt die Reise. Euch noch eine gute Zeit und tolle Erlebnisse und viele Eindrücke.

    1. Das freut uns, dass du auch mit dabei bist. Vielleicht inspirieren wir ja den nächsten auf so ein Abenteuer. Der Tipp mit World Insight war goldrichtig.

  7. Guten Morgen ihr beiden❣️ Ich hoffe ihr habt die Ruhe bei den Mönchen genossen und konntet euch etwas erholen für eure weitere Reise. Liebe Grüße ❣️

  8. Guten Morgen Ihr Lieben, danke für die Reiseberichte, so spannend zu lesen. Am Ende der Reise gibt es ein Buch zu schreiben und einen Fotoband auch noch dazu! Herzliche Grüße von Sigrid und Thore❤️

  9. Hallo Simone und Thomas, ich verfolge eure Berichterstattung und finde, es artet ja in Arbeit aus. Hoffentlich bleibt euch auch genügend Zeit, sich von den Strapazen zu erholen. Wünsche euch weiterhin eine gute Zeit. LG aus Flensburg

  10. Huhu Ihr Lieben, was für schöne Reiseberichte und Fotos, wie schaffst Du es nur, bei diesem Pensum diese vielen Informationen für uns alle bereitzustellen… Dankeschön dafür und habt weiterhin eine schöne Zeit, wir sind täglich dabei und gespannt, was Ihr noch alles erlebt. Ganz liebe Grüße an Euch Beide und an alle, die Euch aus der Ferne auf dieser tollen Reise begleiten!!! Bernd & Carola

    1. Das freut uns ihr Zwei und alle Mitreisenden spornen mich an, erstmal gut zuzuhören und das Erlebte niederzuschreiben. Meist sind es die kleinen Details, die die Reise besonders machen. Seid lieb gegrüßt

  11. Hallo Simone und Thomas. Was für ein krasser Unterschied und sind dort echt so viele Menschen? Das sind tolle Fotos von den Blüten. Was sind dort für Temperaturen? Wechselt ihr täglich das Hotel? Was gibt’s zum Frühstück? Liebe Grüße und wir freuen uns schon auf den nächsten Tag❣️

  12. Die wunderschönen Blüten und ihre Farben – ein Traum zum Malen in Aquarell. Ich kann mir vorstellen, dass sie betörend duften.

  13. Schön, dass ihr neben dem Arashiyama-Trubel auch einen ruhigen Ort in Kyoto gefunden habt! Viel mehr Touristen an einem Ort werdet ihr auf eurer Reise (außerhalb von Tokyo zumindest) nicht mehr finden 🙂

    1. Hej Markus, nicht nur vorher, sondern auch während der Reise haben wir dich im Gepäck. Wir wollten gestern deinem Tipp im Bambuswald folgen, hatten aber von der Gruppe keinen zeitlichen Spielraum. Die vielen Japaner stören in keinster Weise, aber Japan erlebt einen massiven Touristenansturm, zu dem wir nun mal auch gehören.

  14. Kon’nichiwa ihr Zwei, ich wünsche euch eine tolle Zeit in Japan! Danke, dass ihr uns alle mit nehmt auf diese Reise! Genießt die Zeit, liebe Grüße, Danny

    1. Konnichiwa meine liebe, wir freuen uns über dein Dabeisein und können euch allen hoffentlich etwas beim Lesen bieten. Liebe Grüße an dich und die Mädels

  15. Hallo ihr beiden❣️ Da habt ihr ja heute schon wieder viel gesehen und erlebt. Es ist bestimmt ganz schön anstrengend. Aber wir freuen uns, das wir teilhaben können an eurer Japanreise. Euch eine erholsame Nacht und liebe Grüße

  16. Was für tolle erste Eindrücke! Und direkt in alle typischen Köstlichkeiten eingetaucht! Gönnt euch trotzdem auch Pausen und genießt einfach das Treiben um euch herum.

    1. Schön, von euch beiden zu lesen und die Pausen suchen wir noch. Unsere Reiseleiterin Sandy ist sehr motiviert und hat ein straffes Tempo. Daran muss ich mich besonders gewöhnen. Viel Spaß weiterhin und Danke für euer Dabeisein. Seid lieb gegrüßt

  17. Hallo Simone und Thomas❣️ Na das war ja eine aufregende Anreise‼️ Euer Tagespensum ist nicht ohne. Das sind viele Eindrücke, das muss man erst einmal verarbeiten. Wir freuen uns mit zu erleben, was euch alles erwartet, vielen Dank dafür. Ich kann mir vorstellen, das es ein ganzes Buch wird über diese Reise. Liebe Grüße Lothar und Monika❣️

    1. Hallo ihr zwei, wir freuen uns über euer Dabeisein. Ja, es gibt viele Eindrücke zu verarbeiten und wir sind erst am Anfang. Liebe Umarmung von uns

  18. Liebe Simone, lieber Thomas, ich lese auch gerne Euren Reisebericht und bin dabei. Meine Verbindung zu Japan ist vor Jahren ein japanischer Messegast bei einer Freundin in Hannover gewesen, der mir das Falten der Origami-Kraniche und deren Bedeutung beigebracht hat. Ich wünsche Euch viele eindrucksvolle Erlebnisse. Liebe Grüße Christa

  19. Hallo Simone und Thomas, die erste große Hürde (Flug) habt ihr überstanden. Ich hoffe, ihr seid danach gut in den Schlaf gekommen. LG aus Flensburg

    1. Wir freuen uns sehr, dass auch du unsere Reise begleitest und damit bei uns bist. Sei lieb gedrückt von uns beiden.

  20. Hallo Simone, hallo Thomas. Wie man unschwer sehen kann, seid ihr gut – zwar ein wenig erschöpft – angekommen. Nun genießt die Zeit in diesem doch so fremden Land. Ich freu mich, ein wenig an eurer Reise teilnehmen zu dürfen. Habt einen wunderschönen Urlaub. Liebe Grüße von Martina

    1. Liebe Martina. Danke für deine Zeilen und das Dabeisein. Wir freuen uns über jeden Mitreisenden und grüßen dich ganz lieb aus der Ferne.

  21. Liebe Mone, lieber Thomas, wir freuen uns schon sehr auf die Berichte aus dieser so anderen Welt. Was für ein besonderes Abenteuer und wir dürfen daran teilhaben. Habt einen guten Flug ✈️ und ganz liebe Grüße von Sigrid und Thore

    1. Wir nehmen euch natürlich wie immer mit ins Gepäck und vielleicht werden wir die eine oder andere Vokabel mit Thore vorher abstimmen.

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